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    GWG-Gruppe baut weiter

    15.06.2023

    Inflation, gestiegene Finanzierungs- und Baukosten, Gesetze für Sanierungen zum Klimaschutz – die Zeiten sind für die Wohnungswirtschaft nicht leicht. Trotzdem will die GWG-Gruppe ihre geplanten Bauprojekte umsetzen und legt vorerst keinen Baustopp ein. Das teilte das Wohnungsunternehmen heute bei der Hauptversammlung in Stuttgart mit.

    Aktuell befinden sich rund 100 Wohnungen an den GWG-Standorten Stuttgart und München im Neubau bzw. in der Großmodernisierung. Darüber hinaus stehen rund 340 neue Wohnungen in München-Schwabing, Hamburg-Langenhorn und Renningen vor dem Baubeginn. In Stuttgart-Hallschlag sowie Baienfurt nahe Ravensburg wird aktuell das Baurecht für umfassende Quartiersentwicklungen mit bis zu 700 Wohnungen geschaffen.

    „Uns ist besonders wichtig, dass alle Projekte nachhaltig und sozialverträglich umgesetzt werden“, erläutert der Vorstandsvorsitzende Andreas Engelhardt. So werden von Modernisierungen betroffenen Mieterinnen und Mietern beispielsweise Übergangswohnungen und Wohnungen im Neubau sowie eine intensive Betreuung während der Bauphase angeboten. Im Sinne der Nachhaltigkeit legt die GWG-Gruppe Wert auf eine energieeffiziente Bauweise. Bei den aktuellen Neubauprojekten werden beispielsweise die Standards der DGNB (Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen) beachtet.

    Eine interne Nachhaltigkeitsstrategie weist für den gesamten Gebäudebestand den Weg zur CO2-Reduktion bis hin zur Klimaneutralität 2045. In diesem Rahmen werden gerade in über 20 Objekten alte Öl- und Gasheizungen gegen Anlagen mit regenerativen Energieanteilen getauscht und es laufen Pilotprojekte zu smarten Thermostaten, mit denen sich die Heizenergieverbräuche weiter senken lassen. Weitere Maßnahmen umfassen zum Beispiel die verbesserte Dämmung von Flachdächern. Das imug Nachhaltigkeitsrating hat die ESG-Strategie und Maßnahmen der GWG-Gruppe kürzlich mit der Note „gut“ bewertet.

    Die gestiegenen Bau- und Finanzierungskosten sowie geopolitischen Unsicherheiten machen es jedoch nicht leicht, die vielen geplanten Vorhaben umzusetzen. Engelhardt erklärt: „Selbstverständlich wägen wir jeden Baubeginn gründlich ab. Unsere gute finanzielle Lage gibt uns bisher aber die Möglichkeit, erfolgreich in einem anspruchsvollen Marktumfeld zu agieren.“ In der Hauptversammlung wurde ein Ergebnis vor Steuern in Höhe von 24,6 Millionen Euro und eine Bilanzsumme von rund 1,3 Milliarden Euro präsentiert. Die Eigenkapitalquote lag nach einer kontinuierlichen Steigerung in den letzten Jahren mit 31,4 Prozent erstmalig über der 30-Prozent-Marke. Das Jahresergebnis 2022 befindet sich mit 18 Millionen Euro innerhalb der Planungen.